Bottrops geheime Architektur

Geomantie im Ruhrgebiet

Copyright © Klaus Piontzik


Bottrops geheime Architektur   Mit dieser Abhandlung über die geomantischen Eigenarten des Ruhrgebietes soll eine objektive Grundlage geschaffen werden um Geometrien in Landschaften nachweisen zu können. Ausgehend vom Bottroper Stadtpark lässt sich zeigen, dass das ausgesuchte Gebiet ein komplexes geometrisches Muster als Grundlage seiner Ordnung besitzt, und daher keinesfalls zufällig entstanden sein kann.
Darüber hinaus stellt dieses Buch eine historische Reise, der etwas anderen Art, durch das Revier dar. Mit über 100 Fotografien von Gebäuden und Orten sowie 40 Karten werden etwa 50 historische Objekte im nordwestlichen Ruhrgebiet behandelt.
Anhand von Vergleichen mit den Linien von Jens M. Möller lässt sich dann nachvollziehen, dass die alten regionalen Strukturen einfach die regionalen Spiegelungen übergeordneter geomantischer Netzwerke oder Gitter sind. Dieses Buch stellt somit einen Schlüssel zur Großgeomantie dar.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Diese Untersuchung konzentriert sich auf das Gebiet von Duisburg bis Recklinghausen und von Raesfeld bis Ratingen. Sie umfasst also das Ruhrgebiet, und hier hauptsächlich den nordwestlichen Raum um Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Mülheim und Oberhausen herum. So wie in Abbildung 0.5 dargestellt.

Nicht unerwähnt soll hier bleiben, dass bei der Auswahl der Landschaft ein subjektives Moment mit entscheidend war. Ich selber wurde 1954 in Bottrop geboren. Obwohl ich das Ruhrgebiet mehrfach für Zeiträume von ca. zwei Jahren verlassen habe, hat mich aber stets etwas hierhin zurück gezogen und bis heute lebe ich hier. So kann ich also behaupten, dass das Ruhrgebiet meine Heimat ist.
Da eine genauere Kenntnis der zu untersuchenden Verhältnisse aber eher von Vorteil ist, kann in dieser Studie, ohne Einschränkung der Allgemeinheit, eine objektive Grundlage geschaffen werden, mit der sich zeigen lässt, dass das ausgesuchte Gebiet ein komplexes geometrisches Muster als Grundlage seiner Ordnung besitzt.

Ein Ausgangspunkt meiner Studien ist der Stadtpark in Bottrop. Zunächst interessierte mich lediglich die lokale Geometrie dieser Anlage.
Im Bottroper Stadtgarten befindet sich ein "ausgezeichneter" geographischer Punkt. Er ist der Mittelpunkt der unmittelbaren Landschaftsstruktur in einem Umfeld von 1 km.
Die Ausweitung der gefundenen Ausrichtungen über den Stadtpark hinaus und die Untersuchung der Senkrechten zu den vorgegebenen Richtungen, erbrachten jedoch Zusammenhänge, die es nahe legten, den Betrachtungsraum auszudehnen.
Zuerst nur auf Bottrop bezogen, führten die Betrachtungen bald darüber hinaus bis zum Essener Dom, der einer der ältesten Orte des Ruhrgebietes ist. Das Essener Münster war ursprünglich ein Frauenstift auf dem Gut Astnidhi (Essen). Gegründet wurde es 845 n. Chr. durch den sächsischen Adligen Altfrid, der etwas später vierter Bischof von Hildesheim wurde.

Von Essen bzw. Werden aus erfolgte die Urbanisierung und Kultivierung der Region im nordwestlichen Bereich des Ruhrgebietes. Diese Studie wird zeigen, dass das Münster in Essen das eigentliche Zentrum der geomantischen Anlage im hiesigen Ruhrgebiet darstellt.

Anhand der Baudaten für die aufgeführten Objekte lässt sich erkennen:

Die gesamte Ruhrkonstruktion ist bereits in der Zeit von 800-1400 entstanden.
Es folgt eine relative Ruhepause von 1400 bis etwa 1870, in der quasi fast nur Umbauten erfolgten. Neubauten sind in dieser Zeitspanne eher selten.
Und dann erfolgen noch einmal bauliche Tätigkeiten zwischen 1870 und 1945.

Damit ist das Ruhrgebiet also keine zufällig entstandene Zusammenballung von einzelnen Orten, sondern dem liegt ein, tausend Jahre alter, Konstruktionsplan zugrunde.
Erstaunlich ist, dass die Gesamtkonstruktion eine Verbindung zwischen Quadratur des Kreises, dem Sechseck und dem Fünfeck schafft. Und in der Mathematik bisher nicht bekannt war. Daher ist die Veröffentlichung der Ruhrkonstruktion eine historische als auch eine mathematische Premiere.
Allerdings sollte diese Konstruktion auch zeigen, dass neben dem offiziellen Wissen noch ein esoterisches Wissen vorhanden war. Und dass dieses Wissen gehütet wurde. Aus diesem Grunde ist eben nichts bzw. nur Fragmentarisches in den Archiven enthalten.

Die erste Organisation die systematisch Landschaftsstrukturen anlegte, also geomantisch arbeitete, war die katholische Kirche. Dies lässt sich einwandfrei aus den Baudaten der untersuchten Objekte innerhalb der Gesamtkonstruktion schließen.
Im Laufe der darauf folgenden Zeit fingen dann etliche Adelsfamilien ebenfalls an, auf der Gesamtkonstruktion bzw. den daraus abgeleiteten Gittern, ihre Häuser, Burgen und Schlösser zu bauen.
Es scheint dabei Übereinkünfte gegeben zu haben, wer was wohin bauen durfte. Es ging ja nicht nur um geographische Ortszuweisungen, vielmehr war die gesamte Konstruktion so etwas wie eine Landkarte der Macht. (Einen Hinweis darauf kann man in der Geschichte und der Geographie der neuen Isenburg finden.)

Etwa zur Zeit der Hexenverfolgungen hört die geomantische Bautätigkeit fast ganz auf. Außer einzelnen Objekten kommen, mengenmäßig gesehen, keine Neubauten hinzu. Es werden fast nur Renovierungen und Umbauten der bereits vorhandenen Gebäude vorgenommen.

Erst 400 Jahre später, im deutschen Kaiserreich und im dritten Reich, ist dann noch einmal ein Versuch unternommen worden, die geomantische Landschaftsstruktur zu benutzen bzw. zu beleben. Die Konsequenz ist, dass Geomantie in Deutschland keine nationalsozialistische Konzeption, sondern ein viel viel älterer Plan ist. Die Nationalsozialisten haben lediglich versucht auch dieses Stück Geschichte für ihre Zwecke zu nutzen bzw. zu missbrauchen.

Wenn gestaltende Kräfte, mit welchem Hintergrund und mit welcher Absicht auch immer, auf eine Landschaft einwirken und sie strukturieren, so entsteht ein Gebilde aus Objekten und deren Beziehungen untereinander.
Also ein komplexes System von physikalischen Manifestationen und Relationen, ein geomantisches bzw. geometrisches System eben. Dieses lässt sich mit Hilfe der Mathematik, der Geodäsie und der architektonischen bzw. historischen Daten nachweisen, also interdisziplinär.
Und genau das wird von der historischen Forschung noch viel zu wenig berücksichtigt.

 

 

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Der Autor - Klaus Piontzik