| DIE QUADRATUR DES KREISES ALS NÄHERUNGSLÖSUNG |
| Quadratur und Ruhrgebiet |
| Die Quadratur 1 im Ruhrgebiet |
| 9.1.0 | Der Ausgangspunkt in Bottrop | |
| 9.1.1 | Der Punkt in Essen | |
| 9.1.2 | Die Grundlinie Bottrop-Essen | |
| 9.1.3 | Die Quadratur im Ruhrgebiet | |
Copyright © Klaus Piontzik
| Steht man im Bottroper Stadtgarten auf der großen Wiese zwischen Overbeckshof und dem Marienhospital, etwa 100 m vom Ausgang zur Josef-Albers-Sraße entfernt, so befindet sich dort ein "ausgezeichneter" geographischer Punkt. Landschaftsmäßig ist dieser Punkt allerdings gar nicht weiter auffällig, da lediglich durch eine Buschgruppe markiert. |
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Die Abbildung zeigt einen Teil des Stadtgartens vom Overbeckshof aus gesehen, mit Blick auf die sogenannte Festwiese und dem Marienhospital. Etwa 100 Meter, etwas links hinter der Wasserfontäne, kann man im Hintergrund die erwähnte Buschgruppe gerade noch erkennen. |
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Dieser
Punkt und der nähere Bereich um ihn (Kreis von etwa 20m
Radius), ist in zweifacher Hinsicht, ein zentraler
Orientierungspunkt. 1) Er ist der Mittelpunkt der unmittelbaren Lanschaftsstruktur in einem Umfeld von 1 km. Die Allee, die zwischen den Schlagetter-Teichen verläuft, ist auf diesen Punkt ausgerichtet, ebenso das Marien-Hospital. Die Allee, die von der Hans-Böckler- Straße zum Overbeckshof, (an der 200 jährigen Buche vorbei) führt, ist die dritte Ausrichtungsachse. Die Verlängerung dieser Achse über den Overbeckshof hinaus bietet dann die in der Abbildung dargestellte Sicht. |
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| Hinzu kommt, daß sich hier sowohl lokale wie regionale Ordnungsstrukturen überlappen. Denn gleichzeitig ist dies auch ein wichtiger Orientierungspunkt für die Landschaft im Umkreis von etwa 30 km. Das entspricht dem gesamten nordwestlichen Bereich des Ruhrgebietes. | ||
| Anhand
der Baudaten von Kirchen, Schlössern, Burgen und Häusern
läßt sich zudem noch zeigen, das die (damit verbundene)
Geometrie der Gesamtanlage, in den lezten 10
Jahrhunderten auch benutzt worden ist. Die geographische Besonderheit dieses Punktes besteht darin, das seine Koordinaten, also Länge und Breite, keine Sekundenanteile enthalten. In "Knaurs Weltatlas" als geographische Position von Bottrop angegeben. Das galt offiziell bis zur kommunalen Neuordnung. Anhand der topographischen Karte 4407 (Bottrop) lassen sich die geographischen Koordinaten dieses Punktes ermitteln. |
| Phi | 51° 32´ N | geographische Breite |
| Lambda | 06° 55´ E | geographische Länge |
| Durch die topographische Karte 4508 (Essen) lassen sich die geographischen Daten des Münsters ermitteln. Der gesamte Komplex des Essener Doms erstreckt sich über folgende Koordinatenstrecken: |
| Phi | 51° 27´ 24-26" N | geographische Breite |
| Lambda | 07° 00´ 49-52" E | geographische Länge |
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Die
Verbindungslinie, vom Bottroper Stadtgarten aus, führt
zum Turm des St. Johann Baptist-Teils, im vorderen
Drittel des Doms. In der Abbildung kann man den Turm in
der linken oberen Ecke deutlich erkennen. Betrachtet man den Turm von St. Johann Baptist auf der topographischen Karte, so erhält man die folgenden Koordinaten |
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| Phi | 51° 27´ 25" N | geographische Breite |
| Lambda | 07° 00´ 50" E | geographische Länge |
| Nimmt man nun die Verbindungslinie vom Bottroper Stadtgarten zum Essener Dom, so ergibt sich mit dem Meridian durch Bottrop und dem Breitenkreis durch den Dom, ein rechtwinkliges Dreieck. In der folgenden Abbildung ist der gesamte Zusammenhang noch mal dargestellt. |
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| Rein winkelmäßig gesehen lassen sich, aus den Ortskoordinaten, die Höhe und die Grundseite des Dreiecks aus der Abbildung bestimmen. |
| Die Höhe beläuft sich auf | 0° 4' 35''= | 275''= 25·11 Bogensekunden |
| Die Basisseite besitzt eine Länge von | 0° 5' 50''= | 350''= 25·14 Bogensekunden |
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Der
Tangens des Basiswinkels alpha ergibt sich damit zu 11/14.
Dies
ist der sogenannte Quadraturwinkel, also der Winkel der
bei der Konstruktion 1 der Quadratur des Kreises anfällt. Das entstandene Dreieck ist damit ein Schnittdreieck 1 und die Grundlinie ist (rechte) Seite des Quadraturdreicks 1 |
| Zu
beachten ist, das die Spitze des Dreiecks im Essener Dom
liegt, wenn die Dreiecksseiten
als Winkel
behandelt werden. Nimmt man jedoch eine topographische
Karte und mißt dort den Winkel nach, so erhält man die
Dreiecksspitze in Bottrop. Spitzen- und Basiswinkel haben
ihre Plätze sozusagen vertauscht. Erklärbar wird dieses Phänomen, wenn man berücksichtigt, daß Breitenkreise einen vom Breitengrad abhängigen Radius besitzen. Am Äquator stimmen Breitenkreis und Erdumfang noch miteinander überein. Je weiter man sich aber vom Äquator in Richtung auf die Pole zu bewegt, um so kleiner wird der Umfang des Breitenkreises. Der Kosinus der geographischen Breite geht in den Umfang mit ein. Die Dreiecksseiten als Längen auf der Erdoberfläche können dann durchaus einen etwas differenten Winkel ergeben. |
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| Auf den Quadraten
der Quadratur liegen folgende Objekte: Knippenburg (1309/1340/50), Stiftskirche Stoppenberg (1073), Stift Rellinghausen (996), Haus/Kloster Schuir(.../1792), Haus Raphael, Kloster Saarn (1214), Naturdenkmal (Ruhrwiesen), Haus Vondern (1162) Auf den Kreisen
der Quadratur liegen folgende Objekte: |