Erdmagnetfeld Das Magnetfeld der Erde, Gitterstrukturen des Erdmagnetfeldes

Copyright © Klaus Piontzik

11 - Die Gitter

11.1 - Hartmann, Curry und Benker

Anfangs der 50er Jahre beschrieb Dr. med. Ernst Hartmann ein energetisches Gittersystem auf der Erdoberfläche. Ausführliche Experimente dazu sind in den Büchern „Krankheit als Standortbestimmung“ zu finden. Hartmann sprach von Globalnetzgitter, heute ist es besser bekannt unter dem Namen Hartmanngitter und wird in der Radiästhesie, der Baubiologie, der Geobiologie und auch teilweise in der Architektur benutzt. Die sogenannten Reizstreifen bzw. –zonen von 20 cm Breite verlaufen in der magnetischen Nord-Süd Richtung in etwa 2m Abstand und in der Ost West Richtung mit etwa 2,5 m Abstand.
   
 Der Versuch von Hartmann Bild 11.1 zeigt einen Versuch, den Hartmann mit einem magnetischen Sensor (Hallsonde) an einem Kreuzungspunkt des Gitters ausführte.Dabei wurde die Sonde einmal in Nord-Süd und dann in Ost-West-Richtung bewegt und dabei die magnetische Flussdichte bestimmt.In Nord-Süd-Richtung ist eine deutlich erkennbare Senke in der magnetischen Flussdichte zu erkennen.In Ost-West-Richtung ist die Abweichung nur minimal.Siehe dazu sein Buch Krankheit als Standortproblem – Seite 457 (Abb. 263).
Abbildung 11.1 - Der Versuch von Hartmann mit einem magnetischen Sensor  
 
Ein weiteres Gitternetz, früher auch Diagonalgitter genannt, wurde zwischen 1945 und 1951 von Siegfried Wittmann erstmalig beschrieben. Die eigentlich bekannt gewordene Veröffentlichung stammte 1952 von Dr. Manfred Curry, der den Namen Wittmann allerdings nicht erwähnte. Daher wird es heutzutage meistens einfach Currygitter oder auch Currynetz genannt. Es verläuft von NO nach SW und von NW nach SO. Das Rastermaß beträgt dabei etwa 3,6 m x 3,6 m.
 
Anton Benker entdeckte 1953, dass sich die ganze Erdoberfläche und der darüber liegende Raum in würfelförmige Felder im Abstand von 10 m aufgliedert. Das Benker-Kubensystem wird, in der Regel, als übergeordnetes System zum Hartmann-Gitter gesehen. (siehe dazu auch „Strahlenkunde mit dem Benker-Kuben-System“ von Anton Benker)
 
Mit seinem Hallsonden-Versuch ist Hartmann auf die Schwingungsstruktur des Gitter-Phänomens gestoßen, ohne allerdings die Tragweite zu erkennen.
Wenn Hartmann einen Abfall, also eine Senke des magnetischen Feldes, am Orte eines Kreuzungspunktes detektieren konnte, so ist die Konsequenz, dass hier eine Reihe von Senken vorliegt – durch das Gitter bedingt. Zwischen den Senken existieren dann aber auch Höhepunkte. Und eine Folge von Minima und Maxima ist eine Schwingung.
Die Konsequenz aus dem Grundfeldmodell und der Fourieranalyse: der tesserale Anteil des Erdmagnetfeldes besteht aus Grundfeldern, d.h. hauptsächlich aus Hartmann-ähnlichen Gitterstrukturen. Die Konsequenz ist:
 
Gitter sind stationäre Schwingungszustände bestimmter Frequenzen des Erdmagnetfeldes
es existieren mehrere Gitterstrukturen (2,3,5,7,9...)
 
Wendet man das Grundfeldmodell auf das Hartmann-Gitter und das Curry-Netz an, so lässt sich folgende Einordnung anwenden:
 
das Hartmann-Gitter gehört zu den Grundfeldern
das Curry-Netz liegt in der Ebene der Grundschwingungen

 

11.2 - Die Streifenbildung der Gitterlinien

Wie bereits in Kapitel 7 erwähnt, fanden zwischen 1978 und 1979 in Pfaffenhofen an der Ilm Messungen statt, die zur Entdeckung der Sferics führten. Die Grundfrequenz der Sferics wird mit f = 4150,84 Hertz angegeben. Dieser Wert lässt sich benutzen, um eine Rückberechnung für den Erdradius zu machen. Die Gleichung für die Grundfrequenzen der Erde lautet:
 
Umstellen nach R ergibt:
 
Für n=1 lautet die allgemeine Gleichung für den Erdradius:
 
Zu berücksichtigen ist noch das die Sfericfrequenz von 4150,84 Hz
das 11*25= 352fache der Grundfrequenz beträgt.
 
Die Grundfrequenz f ergibt sich damit zu 11,79215909 Hz
Mit c = 299792458 m/s als Lichtgeschwindigkeit ergibt sich für den Radius: R=6355758,426 m= Lo
Dieser Radius Lo heisst von nun an: Grundhüllenradius
 
Gebildet werden nun die Differenzen zwischen den Daten aus einem Geodätischen Referenzsystem und dem errechneten Radius, also der Grundhülle.
Die Daten des Geodätischen Referenzsystems WGS84 sind:

Polradius : 6356752 m
Äquatorradius : 6378137 m

 
Bildet man nun die Differenzen ergibt sich folgende Situation:

Polradius - Grundhüllenradius = 993 m (etwa 1 km)
Äquatorradius - Grundhüllenradius = 22378 m (etwa 20 km)
 

Die Grundhülle auf der die Nulllinien und Extrema liegen,
befindet sich zwischen einem und zwanzig Kilometer
unter der Erdoberfläche

 
Und damit ist ein Ansatz gegeben, die Streifenbildung innerhalb der Gitter zu erklären. Durch den stationären Zustand bedingt, entstehen außer Maximal- und Minimalfronten auch Nullfronten, die sich kugelförmig um die Quellpunkte, in regelmäßigen Abständen ausbilden. Da der Grundhüllenradius kleiner als die Erdoberfläche ist, entstehen an der Oberfläche keine Linien sondern Streifen. Die folgende Abbildung 11.2. veranschaulicht die daraus abzuleitende Entstehung von Streifen auf der Erdoberfläche.
 
Abbildung 11.2 - Die Streifenbildung durch die Grundschwingungen
 
Demnach bilden die Reizstreifen Gebiete verminderter Intensität, also keine eigentlichen Nullzonen.
Als Konsequenz ergibt sich, dass ein Teil der Reizstreifen, global gesehen, in ihrer Breite nicht konstant sind. Die Streifen, die quasi die Meridiane des Schwingungssystems bilden, haben am „Äquator“ ihre größte Breite und werden zu den „Polen“ hin immer schmaler.
Lediglich die Streifen die die Breitenkreise des Schwingungssystems bilden, verfügen über eine konstante Breite.

 

11.3 - Zum Benker-Kuben-System

Gleichzeitig ergibt sich durch die radialen Komponenten der Grundfelder ein Ansatz, der das Benker-Kubensystem erklären kann.
In der Abbildung 11.3 ist die Schwingungssituation im Querschnitt und für eine Frequenz dargestellt. Von den Quellpunkten P ausgehend, bilden sich, nach dem Huygenschen Prinzip, um jeden Quellpunkt konzentrische Kreise von Minimal (rote Kreise)- bzw. Maximalzonen (blaue Kreise) aus. Da ein stationärer Zustand besteht, sind die Wellenfronten in der räumlichen Lage feststehend.
 
 
Abbildung 11.3 - Interferenzen der Grundschwingungen
 
Durch die Interferenz also Überlagerung verschiedener Wellenfronten entstehen Schwingungsmaxima (mit plus gekennzeichnet) und Minima (mit minus gekennzeichnet) – zwar da, wo mehrere Wellenfronten einen Schnittpunkt bzw. ein Ballungszentrum bilden.
Die so entstandenen Schwingungsextrema liegen wiederum auf Kugeloberflächen (gestrichelt gezeichnete Kreise) die die Erde konzentrisch einhüllen.
Bemerkenswert ist, dass sich eine symmetrische Konfiguration ausbildet. Es entsteht ein räumliches Gittergefüge von Extremalpunkten, das den Raum um die Erde vollständig erfüllt. Alle Plus- und Minusbereiche folgen abwechselnd aufeinander.
Auf den entstandenen kugelförmigen Hüllen bilden sich Maxima und Minima aus. Und wie bei den Grundfeldern (siehe Kapitel 5) entstehen dazu die zugehörigen Nulllinien bzw. Nullfronten.
 
 Räumliche radiale Gitterschwingungen   Die einzelnen Hüllen (Grundfelder) sind zueinander um 180 Grad phasenversetzt. - Und aus diesem Grunde können zwischen den Extrema nun, sowohl in senkrechter (radialer) als auch in tangentialer Richtung, ganze Nullflächen (magenta) entstehen.
Abbildung 11.4 - Räumliche radiale Gitterschwingungen
 
Diese Nullflächen bilden die Wände eines gitterförmigen Schwingungssystems, wobei die Extrema sich punktförmig im Mittelpunkt des jeweils einhüllenden Quaders befinden.
Wie in der Abbildung 11.4 ebenfalls zu sehen, ist die Bezeichnung Kuben-System nicht ganz korrekt.
 
Das Benker Kubensystem ist ein räumliches radiales Schwingungssystem
mit einer Gitterstruktur
 
Boden- und Deckenflächen sind dabei gekrümmt – es handelt sich ja um Teile der kugelförmigen Potentialhüllen. Und die Seitenwände sind, wegen der radialen Ausrichtung, auch nicht parallel zueinander. Das Ganze kann also nur in einer ersten Näherung als Kubensystem bezeichnet werden.
In der Folge sind alle magnetischen Oberflächenfelder als Teile des gesamten räumlichen Schwingungssystems zu verstehen, da sie als jeweilige Schwingungsschicht im Ganzen enthalten sind.
 
Insgesamt zeigt sich, das die Grundfelder (Hartmann-Gitter) und das radiale gitterförmige Schwingungssystem (Benker-Kuben-System) nicht nur zwei verschiedene Erscheinungsweisen desselben Phänomens darstellen, sondern sich gegenseitig sogar bedingen
 
 
 

11.4 - Globalnetzgitter (GNG)

 
Durch die Interferenz von magnetischen Wellen bestimmter Frequenzen entstehen Schwingungsschichten die entsprechende Gittersysteme als stationäre Zustände ausbilden.
D.h. aber auch, das sich hier mehrere Gittersysteme aufbauen können, die sich lediglich durch ihre Frequenzen bzw. ihre Teilungsverhältnisse unterscheiden.
 
Globalnetzgitter sind stationäre räumliche Schwingungszustände des Erdmagnetfeldes
Globalnetzgitter sind mit bestimmter Frequenzen verbunden
 
Da alle diese Gitter auf ganzzahligen endlichen Zahlen beruhen, kommt es hier auch zu etlichen Teilungsverhältnissen.
In der Praxis bedeutet dies, dass sich mehrere Gitter, in gleichmäßigen Abständen, in den Reizstreifen (Nullzonen) überlappen können.
 
Damit deckt sich das bisher abgeleitete Modell
mit den in der Radiästhesie gemachten Aussagen
über Globalnetzgitter
 
Hier muss noch einmal darauf hingewiesen werden, dass sich ein komplettes, streckenmassig quadratisches, Gitter auf einer Kugel nicht verwirklichen lässt. Real entstehen Schwingungssysteme, die gestaltet sind wie das geographische Gittersystem. Es existieren immer zwei Pole (die nicht unbedingt identisch sind mit den geographischen Polen) und die jeweils zugehörigen „Meridiane“ und „Breitenkreise“ bilden ein Gittersystem.
Daraus folgt auch, dass die Gitterquadrate nur am „Äquator“ des Schwingungssystems wirklich quadratisch sind. Zu den Polen hin werden es immer mehr Rechtecke bzw. Rauten und an den Polen selbst findet man schließlich Dreiecke vor.
 
 
Das Verlagern von Reizstreifen
(Ergänzung zur Fachtagung für Geobiologie 29.06.-01.07.2007 in Waldbrunn)
 
In der radiästhetischen Praxis sind eine Reihe von Beobachtungen gemacht worden, die das Phänomen einer lokalen bzw. regionalen dauerhaften Verlagerung von Reizstreifen betreffen.
Das Gittermodell sagt dazu folgendes:
   

Unterirdische Objekte (Bodenschätze, Verwerfungen, Magmablasen) können lokal wie regional zu einer Verlagerung der Reizstreifen führen. Jedes größere Objekt hat kapazitive (Kunststoffe, Erden) und/oder induktive (Metalle) Eigenschaften. Dies kann zu einer lokalen bzw. regionalen Verzerrung der Gitter führen.
   
   
In der radiästhetischen Praxis sind eine Reihe von Beobachtungen gemacht worden, die das Phänomen einer temporären Verlagerung von Reizstreifen betreffen.
Das Gittermodell lässt hier folgende Erklärung zu:
   
Das räumlich radiale Gittersystem entsteht als Interferenz bzw. als Summe aller Grundschwingungen – ist also ein Schwingungssystem.
Oder physikalisch ausgedrückt: das gesamte magnetische Gittersystem ist ein harmonischer Oszillator. Genau genommen sogar ein gedämpfter harmonischer Oszillator.
Dabei sind die Gitterwände nicht als starr zu betrachten, sondern durch die Schwingungsgrundlage eher als energetische Schwingungszustände zu sehen. Und damit sind sie auch in gewissen engen Grenzen variabel.
Die Konsequenz ist: das Gittersystem kann in sich kleine Schwingungen hervorbringen, die sich dann in einer Lageveränderung der Reizstreifen äußern. Die Reizstreifen schwingen dabei also hin und her. Das gilt in nord-südlicher Richtung als auch in ost-westlicher Richtung. Normalerweise müssten diese Schwingungen aber so klein sein, dass sie vernachlässigbar sind.
Weiterhin ist auch eine leichte Pulsation des gesamten Systems denkbar und damit ist eine leichte Pulsation (in der Breite) der Reizstreifen gegeben.
 
Nun gibt es aber drei Fälle bei denen temporär erkennbar größere Abweichungen der Reizstreifen auftreten müssten.
 
Im ersten Fall kann durch, geologische Prozesse bedingt, eine Deformation der Reizstreifen vorkommen. Da die geologischen Schalen mit magnetischen Schichten verbunden sind (siehe Kapitel 13), können lokale geologische Effekte, wie eine kleine Verschiebung von tektonischen Platten bzw. Plattenanteilen, (elektro)magnetische Entsprechungen besitzen. Und diese elektromagnetischen Ereignisse können, solange der geologische Vorgang dauert, das Gittersystem lokal kurzfristig verzerren oder auch zum Schwingen bringen.
 
Im zweiten Fall kann durch, solare Einflüsse, ein globales Schwingen der Reizstreifen auftreten. Da auch die atmosphärischen Schichten mit magnetischen Schichten verbunden sind (siehe Kapitel 14) können z.B. Sonnenstürme, wenn sie auf die Magnetosphäre auftreffen, das gesamte Gittersystem ins Schwingen bringen bzw. zu einer temporären Verlagerung der Reizstreifen führen.
   
Im dritten Fall kann durch das Ausfallen der solaren Einsolare Einflüsse z.B. bei Sonnenfinsternissen eine kurzzeitige Verlagerung der Reizstreifen auftreten.
 
In allen drei Fällen können durchaus Schwingungsweiten von einem Meter auftreten.
 
Nun gilt es noch folgendes zu berücksichtigen:
Die eigentlichen erdmagnetfelderzeugenden Elemente sind magmatische Ströme in etwa 2900 Km Tiefe. Diese Ströme sind zu träge und auch zu stark um von kurzfristigen geologischen oder solaren Ereignissen beeinträchtigt zu werden. Daher hat auch das magnetische Erdfeld und damit auch das magnetische Gittersystem ein gewisses Beharrungsvermögen. Und dieses Verharrungsvermögen wirkt allen äußeren Einflüssen entgegen. Daher kann man das magnetische Gittersystem auch als gedämpften harmonischen Oszillator verstehen.
Dabei verhält sich das System wie im sogenannten „aperiodischen Grenzfall“. Die Eigenfrequenz und der Reibungsanteil des Oszillators halten sich hierbei gerade die Waage. Daher kommt es bei einer äußeren Einwirkung auf den Oszillator zu einer einmaligen Reaktion, in Form eines Ausschlages. Danach kehrt das System dann langsam wieder in seinen Ruhezustand zurück.

 

11.5 - Ein Bezug zur Erdfrequenz

Im Buch werden die Frequenzen für das Hartmann-Gitter und das Benker-Kubensystem ermittelt und es kann gezeigt werden, dass diese Frequenzen in Relation zu den Erdfrequenzen stehen.

 

11.6 - Die Quellpunkte des Erdfeldes

Wendet man das Grundfeldmodell aus Kapitel 5 auf das Hartmann-Gitter und das Curry-Netz an, dann gehört das Hartmann-Gitter zu den Grundfeldern. Nach dem Modell liegen die Grundschwingungen diagonal zum erzeugten Gittersystem. Somit liegt das Curry-Netz in der Ebene der Grundschwingun-gen.
Betrachtet man nun ein Hartmannfeld mit den beiden Curry-Diagonalen so lassen sich - durch Verlängerung der Diagonalen - auf einer Kugel zwei Kreise konstruieren, die senkrecht auf einander stehen. Siehe dazu Abbildung 11.5. Nun kann aber, geometrisch wie physikalisch, jeder dieser beiden Kreise als Grundmeridian eines Schwingungssystems genommen werden. Und daraus er-geben sich zwei Schwingungssysteme. Was für das eine System der Hauptme-ridian ist für das andere System der Äquator. Wobei die beiden Systeme in Frequenz und Phase harmonieren müssen.
 

Abbildung 11.5 - Zwei Schwingungsysteme mit vier Polen

 
Es bilden sich so insgesamt vier Pole. Es entstehen auf der Nordhalbkugel die beiden Pole P11 und P21. Auf der Südhalbkugel entstehen die zugehörigen Gegenpole P12 und P22. Aus Symmetriegründen liegen alle Pole dann auf ± 45 Grad geographischer Breite.
Schaut man sich das Gesamtfeld aus Kapitel 2 dazu an, so sind da ja tatsächlich vier extremale Bereiche: das Nordmaximum, die große Anomalie, das Südmaximum und das Minimum. Die Existenz der großen Anomalie neben dem Nordmaximum bestätigt hier die Existenz zweier Schwingungssysteme. Die Konsequenz ist:
 

Es existieren zwei Grundschwingungssysteme (Curry-Netze)
Die beiden Schwingungssysteme überlappen sich gegenseitig, da sie senkrecht aufeinander stehen

 
Einen weiteren Hinweis liefert hier der magnetische Rücken in der Arktis, der durch Addition des zonalem mit dem sektoriellen Anteil des Erdfeldes entsteht. Der magnetische Rücken stellt ja die Maximalzone des Grundfeld ZS dar. (vergleiche Kapitel 9.7) Und er ist auch die direkte Verbindung zwischen den beiden nördlichen Polen. Verlängert man diese Verbindung, ergibt sich der schwarze Vollkreis aus Abbildung 11.5. Diesen Kreis haben beide Schwingungssysteme gemeinsam. Daher bildet sich hier quasi ein Hauptmeridian des Gesamtsystems aus. Und genau das ist die Maximalzone des Grundfeld ZS. Der Hauptmeridian liegt bei Lambda = -83,5 Grad West und Lambda = 96,5 Grad Ost und ist mit der Maximalzone des Gitter ZS (bzw. des sektoriellen Feldanteiles) identisch.
 
Die Existenz eines magnetischen Minimums lässt sogar noch einen weiteren Schluss zu: Über der Achse Nordmaximum - Südmaximum (P11 und P12) hat sich ein System mit geraden Schwingungen aufgebaut. Das bedeutet, dass sich an beiden Polen Schwingungsmaxima bilden. Über der Achse Große Anomalie - Minimum (P21 und P22) hat sich ein System aus ungeraden Schwingungen aufgebaut. Daraus folgt, dass sich an einem Pol ein Schwingungsmaximum aufbaut und am entgegengesetzten Ende ein Minimum herrscht. Durch die Summenbildung der beiden Systeme entstehen so dann drei Maxima und ein Minimum.
 
Bezüglich der Schwingungsstruktur gibt es nur drei Möglichkeiten. Im ersten Fall existieren zwei gerade Grundschwingungen - dann entstehen vier Maxima. Im zweiten Fall kommt eine ungerade und eine gerade Schwingung vor – dann entstehen 3 Maxima und ein Minimum. Im dritten Fall existieren zwei ungerade Grundschwingungen – dann entstehen zwei Maxima und zwei Minima.

 

11.7 - Die Bestimmung der Quellpunkte

Im Buch erfolgt eine Bestimmung der Quellpunkte des Erdfeldes.

 

11.7 - Das B-Gitter

Im Buch werden alle gefundenen magnetischen Extrema und Punkte in eine Gesamtkarte der Totalintensität eingetragen und so ergibt sich das B-Gitter.

 

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