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9 - Auswertung der Fourier-Analyse
9.1 - Der statische Anteil
| Laut der Fourier-Analyse beträgt der statische Anteil des Erdfelde 47,2183 uT. Der minimalste Wert des Feldes liegt bei 24 uT, der maximalste Wert beträgt 62 uT. Daraus erklärt sich, dass sich etwa 75 % des Feldes wie ein permanenter Magnet verhalten. |
9.2 - Der zonale Anteil
| Der zonale Anteil des Feldes entsteht durch die Auswertung der Mittelwerte in der Fourier-Analyse. Er enthält Terme die nur von der geographischen Breite Phi abhängig sind und lässt sich wie folgt darstellen: |
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Im Bild 9.1 ist zu erkennen, das sich um
den Nordpol herum eine Maximumzone bildet, und zwar bei
Phi=75 Grad. Etwa 2,8 Grad unterhalb des Äquators
befindet sich eine Minimalzone. Und genau auf dem Südpol
erhält man noch einen Maximalpunkt. Damit beruht das zonale Feld hauptsächlich auf einer 2er-Schwingung. Bedingt durch den Term 11,3642cos2Phi, der den grössten Anteil am zonalen Feld ausmacht. Und das dem Feld, zusammen mit dem permanenten Anteil, dann auch einen dipolähnlichen Charakter verleiht. |
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| Abbildung 9.1 - zonaler Anteil des magnetischen Feldes |
9.3 - Der sektorielle Anteil
| Der sektorielle Anteil des Feldes entsteht durch die Auswertung der konstanten Glieder im tesseralen Anteil aus der Fourier-Analyse. Er enthält Terme die nur von der geographischen Länge lambda abhängig sind und lässt sich folgendermaßen darstellen: |
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Im Bild 9.2 ist zu erkennen,
das sich neben der kleinen Ellipsoidachse eine
Maximumzone bildet, und zwar bei Lambda=-83,5 Grad West
und Lambda=96,5 Grad Ost. Die Minimumzonen liegen bei
Lambda=5,25 Grad Ost und 174,25 Grad West. Die blauen Linien stellen die 0/180-Grad bzw. 90/270-Grad Meridiane eines dreiachsigen Ellipsoiden dar. |
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| Abbildung 9.2 - sektorieller Anteil des magnetischen Feldes | ||
Im Buch enthalten ist die Abbildung 9.3 die das sektorielle Feld in einer polaren Darstellung wiedergibt. |
Die Koordinaten für die Extremalzonen
| Name | Länge |
Bereich |
| Maximum 1 | +96,5 Grad Ost | 80,25-110,25 Ost |
| Maximum 2 | -83,5 Grad West | -69,75-99,75 West |
| Minimum 1 | 5,25 Grad Ost | -15,5 West- +24 Ost |
| Minimum 2 | -174,75Grad West | -156 West-+166,5 Ost |
9.4 - Grundfeld ZS
| Addiert man die Terme der zonalen und sektoriellen Anteile aus Kapitel 9.2 und 9.3, so entsteht das Grundfeld ZS. Es gilt: |
BZS = BZ + BS |
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Sichtbar wird, dass ein magnetischer Rücken am Nordpol entsteht, während am Südpol nur eine punktförmige Maximalzone vorhanden ist. In der Äquatorebene befinden sich zwei Minimalzonen und zwei Sattelpunkte.kte. | |
| Abbildung 9.4 - Grundfeld ZS | ||
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Hiernoch eine andere Art der Darstellung
des Grundfeldes ZS. Im Vergleich zum Gesamtfeld und den
Achsen für einen dreiachsigen Ellipsoid. Gut zu erkennen ist der mangnetische Rücken im Arktisbereich. Sozusagen in Phase mit den Maximalpunkten befinden sich zwei Sattelpunkte in der Äquatorebene. Ebenfalls in der Äquatorebene befinden sich zwei Minimalzonen, die zu den Maximalwerten um 90 Grad verschoben sind, und daher am Hauptmeridian des dreiachsigen Ellipsoiden liegen. Alle Extremwertzonen liegen auf den Ecken eines Oktaeders |
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| Abbildung 9.5 - Grundfeld ZS |
Im Buch enthalten sind die Abbildung 9.6 und 9.7 die das Grundfeld ZS in einer polaren Darstellung wiedergeben. |
Koordinaten für die Extremwerte im Grundfeld ZS
| Name | Länge |
Breite |
| Nord-Maximum | +96,5 Grad Ost | +75 Grad Nord |
| Anomalie | -83,5 Grad West | +75 Grad Nord |
| Minimum 1 | +5,25 Grad Ost | -5 Grad Sued |
| Minimum 2 | -174,75Grad West | -5 Grad Sued |
| Süd-Maximum | 0 | -90 Grad Sued |
9.5 - Das GITTER ZS
Im Buch enthalten sind die Abbildung 9.8 sowie die Ableitung für das Gitter ZS |
| Trägt man lediglich die Linien für die Extremalzonen des Grundfeld ZS in eine Karte ein, so ergibt sich das erste Gitter des Erdmagnetfeldes. Diese Gitterkonstruktion kann man dann als Gitter ZS oder auch als A-Gitter bezeichnen. |
9.6 - Die Lage der Kontinente
Im Buch kann
gezeigt werden das die Lage der Kontinente |
9.7 - Nordlichtzone und magnetischer Rücken
| Das folgende Bild 9.9 zeigt die Nordlichtzone (schwarzer Kreis) und die geomagnetischen Verhältnisse in der Arktis. Eingetragen sind jeweils die zonale (blauer Kreis) und die sektorielle (rote Linie) Maximalzone. |
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Wie im Kapitel 9.2 gezeigt, liefert der
zonale Anteil einen Maximalwertwert bei 75 Grad
nördlicher Breite. Die gesamte zonale Maximalzone reicht
vom Pol bis zu etwa 67 Grad Breite. Dies stimmt gut mit
der Polarlichtzone überein. Durch Addition des zonalen mit dem sektoriellen Anteil lässt sich der magnetische Rücken in der Arktis erklären. Der magnetische Rücken stellt die Maximalzone des Grundfeld ZS dar. Vor diesem Hintergrund lässt sich folgendes Fazit ziehen: Das magnetische Feld am nördlichen Polarkreis wird hauptsächlich durch das Grundfeld ZS geprägt |
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| Abbildung 9.9 - Arktis |
9.8 - Der tesserale Anteil
| Der tesserale Anteil enthält Terme die von der geographischen Länge lambda und von der geographischen Breite Phi abhängig sind und lässt sich folgendermaßen darstellen: |
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Der tesserale Anteil des Erdmagnetfeldes Auffallend ist, das alle Extremwerte etwa bei ±45 Grad Breite liegen. |
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Abbildung 9.10 - tesseraler Anteil des Erdmagnetfeldes |
| Zeichnet man die Extremwerte des tesseralen Anteils in eine Karte mit der Totalintensität und den Achsen für ein dreiachsiges Ellipsoid (blau) mit einer 45 Grad-Teilung ein, so ergibt sich die folgende Abbildung 9.11: |
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Abbildung 9.11 - tesserale Extremwerte des Erdmagnetfeldes |
9.9 - Die Koordinaten der Extrema für das tesserale Feld
| Aus der Abbildung 9.10 ergeben sich die Koordinaten der Extremwerte: |
| Name | Breite |
Länge |
| Nord-Maximum | +45 Grad Nord | -95,7685Grad West |
| Süd-Maximum | -45 Grad Süd | +129,21 Grad Ost |
| Grosse Anomalie | +45 Grad Nord | +99,7395 Grad Ost |
| Minimum | -45 Grad Süd | +8,395 Grad West |
| Auf der Nordhalbkugel liegen alle Extremwerte annähernd auf einem Quadrat. Durch die 45 Grad Breite wird koordinatenmäßig in der Erde ein verdrehter Kubus bzw. ein Spat erzeugt. |
Im Buch enthalten sind noch die Abbildungen 9.12 und 9.13 die eine polaren Darstellung des tesseralen Feldes liefern. |
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