Stiftskirche Stoppenberg
 
Die Stiftskirche in Stoppenberg, einem Vorort von Essen, wurde 1073 von der Essener Äbtissin Swanhild gestiftet.

Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika gehörte zu einem Doppelkloster das im 12.Jahrhundert von Prämonstratenser auf dem Stiftsberg gründet wurde.
Als eine der frühesten Gewölbebasiliken des Rheinlandes wurde die Stiftskirche in der Mitte des 12.Jahrhunderts vollendet.

Im 13.Jahrhundert bestand nur noch ein Nonnenkloster, aus dem im 15.Jahrhundert ein weltliches Damenstift hervorging.

Die Nutzung als Nonnenkloster machte es bereits im Mittelalter erforderlich, die Kirche nach Westen hin zum Einbau einer Nonnenempore zu erweitern. Im 15.Jahrhundert wurde die Empore im Raum noch weiter vorgezogen. Der Kapellenbau stammt aus der gleichen Zeit.

Der Windfanganbau und die veränderte Dachform mit Dachreiter stammen aus dem 17.Jahrhundert

Kritische Bodenverhältnisse auf der Kuppe des Hügels und der spätere Einbau eines Steingewölbes machten es erforderlich, bereits im 17.Jahrhundert die Aussenwände durch gemauerte Strebepfeiler abzustützen.

Zur Zeit der Säkularisation im Jahre 1803 wurde das Stift aufgehoben. Die Stuftskirche diente als Pfarrkirche bis zum Neubau der Nikolauskirche 1907 am Fusse des Stiftsberges.

Im zweiten Weltkrieg wurde sie stark beschädigt, nach 1945 wiederaufgebaut.

1961- 1964 neu erbautes Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen
1965 gründete der Orden der unbeschuhten Karmelitinnen hier ein Nonnenkloster

Das Gelände hat sich durch bergbauliche Massnahmen von 1900 bis 1985 um etwa 12 Meter gesenkt. Die grössten Beanspruchungen traten bis 1977 vor dem Einbau bergbaulicher Sicherungsmassnahmen auf.
Ein umlaufender Stahlbetonringanker oberhalb der Aussenwand wurde als Sicherungsmassnahme eingebaut, ebenso 1978 eine umschliessende Ringverankerung mit Queraussteifung in Höher der Fundamente.