Hünxe
 
Das untere Tal der Lippe ist schon in frühen Zeiten Siedlungsland gewesen. Das beweisen die Bodenfunde in vorgeschichtlichen Gräbern,die hier häufiger zu Tage kommen als in anderen Gegenden.Aus Gräbern der jüngeren Steinzeit (um 2000 v. Chr.) konnten Zonenbecher,aus Gräbern der älteren Bronzezeit (um 1500 v. Chr.) zwei Bronzeschwerter geborgen werden. Archäologen haben in Bruckhausen und Bucholtwelmen Reste von Häusern,die vor etwa 2500 Jahren gebaut wurden, freigelegt und die Spuren vermessen. Aus dem Lippeufer wurde ein frühgeschichtliches Boot, ein 15 m langer Einbaum,ausgegraben.

Hünxe beruft sich auf eine älteste schriftliche Urkunde aus dem Jahre 1092, als die Siedlung noch Hungese hieß. In der Chorwand der Kirche von Drevenack sind Memoriensteine aus dem . 8./10.Jahrhundert als steinerne Urkunde eingemauert.

Zu beiden Seiten der Lippe sind vor Jahrhunderten Dörfer, feste Häuser und Wasserburgen entstanden. Hier haben Willibrord, Suitbert und ihre Helfer schon im 7. Jahrhundert die Germanen missioniert und die ersten Kirchen erbaut. Seitdem die Römer von Xanten aus durch das Lippetal in germanische Bereiche vorstießen, haben auch später Krieg führende Völker diesen Weg genommen.

Seit dem 14. Jahrhundert waren die Herzöge von Kleve die Herren über Land und Leute. Und diese Herrschaft währte Jahrhunderte hindurch. Als nach der großen Revolution die Franzosen die feudalen Verhältnisse wegfegten, kam an deren Stelle nach französischem Vorbild die Municipalverfassung mit neuen Verwaltungsbezirken und Bürgermeistern in den Gemeinden. Hünxe gehörte seit 1815 zusammen mit den Gemeinden Bruckhausen Bucholtwelmen, Gahlen und Gartrop, zum Amt Gahlen. Drevenack und Krudenburg, auf der anderen Lippeseite,waren dem Amt Schermbeck eingegliedert.

1960 vereinigten sich Hünxe, Bruckhausen und Bucholtwelmen zur Gemeinde Hünxe. Das war aber nur ein Vorspiel zur kommunalen Neuordnung 1975. Zu dem Bereich der hier zu beschreibenden Gemeinde Hünxe gehören seit 1975 Bruckhausen, Bucholtwelmen, Gartrop-Bühl und Hünxe südlich der Lippe sowie Drevenack und Krudenburg nördlich des Flusses