1032
Die 'Kirche in Hillen', das Dorf Kirchhellen wird
erstmalig urkundlich erwähnt
1092
Borgthorpe wird erstmalig in den
Besitzregistern des Klosters Werden erwähnt
1150
Erste urkundliche Erwähnung von Borthorpe im
Heberegister des Klosters Werden. Die Namensbezeichnung
weist auf ein besonderes Gehöft hin (Bor = hochliegend,
-thorpe = Gehöft).
In dem um 1150 geschriebenen Liber privilegiorum major,
das sind die Güterverzeichnisse der Abtei Werden, ist
nachzulesen, daß Thiadhilt dem Kloster in Werden den
Armeler Hof (Armbugila) geschenkt hat. Das Anwesen selbst
ist wohl vor 900 entstanden
Bis 1929 gehörte der Armeler Hof, genauso wie das
Haus Hove, zur Stadt Osterfeld. Durch Eingemeindung
Osterfelds nach Oberhausen kam Vonderort nach Bottrop
Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein, in der Armeler
Strasse, an den Armeler Hof
1155
Das Kloster Deutz besitzt in Borthorpe eine
abgabenpflichtige Kirche. Die erste Cyriakus-Kirche
entsteht als Filialkapelle der Pfarrei Osterfeld. Damit
wird aus der Streusiedlung ein Kirchspiel ("Kerspel
Borthorpe"); die fünf Bauernschaften erhalten damit
einen gemeinsamen Übernamen
1162
Erstmalig gibt es urkundliche Hinweise auf die adelig-ritterlicher
Herren zu Vondern
1200
Der älteste Teil der 'Alten Kirche' in Kirchhellen wird
bis 1250 erbaut.
1207
Papst Innocenz III. bestätigt in einer Urkunde der Abtei
Deutz ihren Gesamtbesitzstand; darunter wird auch Bottrop
aufgelistet
1230
Eberhard von Welheim tritt dem Deutschritterorden bei und
vermacht ihm seinen Besitz
1253
Gründung der Kommende Welheim als erste Kommende des
Deutschritterordens in Westfalen
13.Jahrhundert
Die Burg Vondern existiert wahrscheinlich ab dem 13.
Jahrhundert. Die heutigen Bauten stammen aus
verschiedenen Epochen. Sie ist ein bedeutender spätgotischer
Profanbau in Nordrhein-Westfalen und gibt den
Baugeschichtlern noch einige Rätsel auf
1309
Mit Bruno von der Knippenburg taucht erstmalig der Name
Knippenburg im Zusammenhang mit Bottrop auf
1340
Bau der Knippenburg
Bau einer Kapelle vor der Burg 1385
Die Kapelle wird 1419 zu einer Kirche mit Turm erweitert
1355
Die ersten namentlich bekannten Bewohner von Haus Beck
sind Henric von der Becke und sein Sohn Gerart
1397-1400
Haus Hove wird erbaut. Es handelte sich um einen
wasserumwehrten Rittersitz. Gespeist wurde die doppelte
Gräfte durch die Kornbecke
1419 - 1426
Als erstes steinernes Gebäude in der Streusiedlung
entsteht ein 30 Meter langes rechteckiges Kirchenschiff,
das später zur St. Cyriakuskirche wird
1425
Meister Claes Haller gießt die Bronzeglocke für St.
Cyriakus
1427
erste Erwähnung Haus Schlangenholt
Hermann von Schlangenholt ist Richter in Bottrop,
wahrscheinlich am Femegericht im Beckram in Fuhlenbrock
1432
erste Erwähnung eines Friedhofs
Der Pferdemarkt wird erstmals urkundlich erwähnt. 1924 -
fand der letzte offizielle Markt statt, die Technisierung
ersetzte das Arbeitstier Pferd durch Maschinen
Der Kölner Kurfürst Dietrich II. bezeugt in einem
Schutzbrief die Existenz des Bottroper Michaelismarktes
1433
Bottrop erhält seinen ersten ständigen Geistlichen,
Johannes van Geseke. Er wird von Dietrich von der
Knippenburg mit 'Haus und Hof' ausgestattet
1460
Der Kreuzkamp wird erstmalig urkundlich erwähnt;
wahrscheinlich wurde er als Segensstation bei
Prozessionen genutzt
1573
Bortdorpe erscheint auf der Karte des Christian Grooten;
es ist die älteste Darstellung dieses Gebietes
1579
Erstellung der Mercatorkarte von Bottrop
1595
Die Gerichtsbarkeit für die Kirchspiele Bottrop,
Gladbeck und Osterfeld wird vom Kölner Kurfürsten von
Recklinghausen nach Dorsten übertragen. Dort wird sie
bis zur Errichtung eines eigenen Amtsgerichtes 1879
bleiben.
Die 'Alte Kirche' in Kirchhellen aus dem 13. Jahrhundert
wird bis 1605 erweitert und mit Glocken (1605, 1642) und
einem Hochaltar (1611) ausgestattet
1598
Im spanisch-niederländischen Krieg wird Bottrop von
einer spanischen Horde überfallen. Die Kommende Welheim
wird völlig zerstört, das Dorf und die Kirche werden
gebrandschatzt
1630
Die kurfürstliche Verwaltung schreibt zum ersten Mal
Bottrop.
1652
Pfarrer Rutger Baten richtet unter finanzieller Mithilfe
der adeligen Häuser Welheim, Knippenburg, Schlangenholt
und Hove die erste Schule ein
1701
Einrichtung einer Poststation der Thurn- und Taxischen
Reichspost, die an der Strecke von Münster nach Düsseldorf
bzw. Pempelfort lag. Die Existenz dieser Reitpost lässt
sich in einer Urkunde aus dem Fürst Thurn und Taxisschen
Zentralarchiv in Regensburg nachlesen. Im Siebenjährigen
Krieg wurde die Reitpost Münster-Düsseldorf wieder
eingestellt
1707
Burg Vondern wird Eigentum
des Grafen Nesselrode. Das Gelände der Osterfelder
Formsandgrube (heute Revierpark Vonderort) gehörte zum
Besitz des Anwesens. Nach erfolgter Aussandung und
Rekultivierung verkaufte der Graf Nesselrode das
ehemalige Sandgrubengelände.
Die Burg Vondern ist seit 1946 Eigentum der Stadt
Oberhausen
Nachdem die Burg schon fast zur Ruine verfallen war,
wurden die historischen Teile mit Hilfe von Bund, Land,
Stadt und einem Förderkreis bis 1995 gesichert und mit
einer neuen Nutzung belebt
1723
Einrichtung einer Wagenpost die allerdings nicht über
Bottrop fuhr, sondern, von Sterkrade kommend, durch die
Kirchhellener Heide (Alter Postweg) und Kirchhellen
weiter nach Dorsten
1758
Am 18.10.1758 wurde der erste Hochofen in
der St. Antony Hütte in Oberhausen-Osterfeld angeblasen.
Diese benötigte den Sand als Form beim Eisen- und
Stahlguss. Daher auch der Name Formand.
Durch Bauern und Kötter wurde der Sand in Bottrop und
Osterfeld aus eigenen Gruben in Handarbeit gefördert.
Damit markiert dieses Datum den "Gründungstag"
der Formsandgräberei. Bis zum 31.08.1986 wurde das
Material noch abgebaut
Gründer der St. Antony Hütte ist die Familie von Wenge,
die auch Schloss Beck in Bottrop- Feldhausen errichtet
hat
1764
Die neu eingerichtete Strecke der Reitpost verlief von Münster
über Marl und Essen und ließ Bottrop westlich liegen.
Sowohl von der Wagenpost (von Sterkrade aus) als auch von
der Reitpost (von Essen aus) wurden die nach Bottrop
beorderten Briefsachen per Boten expandiert
1766
Schloss Beck wird von Johann Conrad Schlaun als
Herrensitz für Friedrich Florenz Rhaban errichtet
1786-88
Erweiterung der St. Cyriakuskirche um ein Queschiff
1787
Die Burg Schlangenholt wird abgebrochen. Das Haus
Schlangenholt wird 1796 wieder aufgebaut
1803
Das Vest Recklinghausen kommt in den Besitz des Herzogs
von Arenberg
1809
Der Herzog von Arenberg übernimmt den Code Napoleon und
verbrieft die Gleichberechtigung aller Landeseinwohner
per herzoglichem Gesetz; der Kinderzwangdienst wird
sofort, die Leibeigenschaft etwas später abgeschafft.
Die Kommende Welheim wird vom Deutschritterorden
aufgegeben und geht ebenfalls in den Besitz des Herzogs
von Arenberg über
1811
Das Gebiet um das Kirchspiel Bottrop wird französischer
Herrschaft unterstellt um wird dem Großherzogtum Berg
zugeschlagen. Aus dem Kirchspiel wird die Maire mit
Absteckung der politischen Grenzen zu den
Nachbargemeinden. Erster Maire (Bürgermeister) wird der
Freiherr von Wenge auf Haus Beck; im folgt noch im
gleichen Jahr der Rentmeister Josef Ernst auf Haus
Vondern
1815
Nach der Niederlage Napoleons und der damit verbundenen
Neuordnung kommt das Vest und damit auch Bottrop zu Preußen.
Die Ordnungsstrukturen der Franzosen werden übernommen
und verdeutscht; Bottrop wird mit 2.178 Einwohnern
offiziell eine Bürgermeisterei, der Bürgermeister
bleibt Josef Ernst
1821
Vietormühle wird in Dienst gestellt
Tourneau (Hugenotte) aus Kirchhellen wird Bürgermeister
Das Vest Recklinghausen wird nach einer Neugliederung aus
dem Erzbistum Köln herausgelöst und wird der Diözese Münster
zugeordnet
1823
Bottrop verliert an Gebiet: Grafenwald wird Kirchhellen
zugewiesen
1828
Der 'Alte Friedhof' wird eingeweiht. Er ersetzt den alten
Dorffriedhof unmittelbar neben der Cyriakuskirche, der
nicht mehr genutzt werden darf da eine
Regierungsverordnung von 1818 besagt, das Friedhöfe
mindestens 500 Schritt außerhalb des Dorfes liegen müssen
1832
Bottrop, Osterfeld und Kirchhellen werden zu einer Bürgermeisterei
vereinigt
1833
Durch den Bürgermeister Tourneau wurde über den
Gastwirt Johann Jakob Demond eine Königlich-Preußische
Briefsammelstelle in Bottrop eröffnet. So ist Bottrop
nicht mehr auf die Poststation in Oberhausen und auf
Postsammelstellen angewiesen
1840
Die ersten Bohrversuche nach Kohle im Bottroper Raum
begannen in diesem Jahr. Das erste Schürfeld lag am
Armeler Hof. Diese Bohrungen wurden jedoch recht bald
wegen unzureichender technischer und finazieller Mittel
aufgegeben
1843
Aus der Bürgermeisterei wird die Landgemeinde, das Amt
Bottrop. Erster Amtmann wird der bisherige Bürgermeister
Wilhelm Tourneau
1847
Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahn zwischen Deutz und
Hamm war die große Zeit der Personenpost in diesem
Gebiet zu Ende. Es verkehrte zunächst nur noch eine
Personenpost als Zubringer zur Eisenbahn zwischen Dorsten
und Oberhausen über Bottrop
1852
Der Beginn des Formsandabbaus im
industriellen Maßstab. Durch die Gründung der Firma
Kleine-Brockhoff GmbH durch Franz Kleine-Brockhoff in
Osterfeld. Die Formsandgrube befand sich in Höhe der
heutigen Eislaufhalle im Revierpark Vonderort. Das Gelände
wurde vom Grafen Nesselrode angepachtet
1854
Der Essener Julius Wadhausen erbohrte , in der Nähe von
Haus Vondern das erste Steinkohlenföz in einer Mächtigkeit
von 72 Zenzimetern erbohrt. Dieser Erfolg l veranlasste
alle Beteigligten zu weiteren Bohrungen in der Welheimer
Mark, an der Grenze zu Essen Karnap, und in Ebel. Alle
Bemühungen hatten Erfolg, was zur Folge hatte , das
Herzog Prosper Ludwig von Arenberg die Grubenfelder
Prosper I- VI verlieh
1856
Die Arenberg AG wird in Essen gegründet. Sie beginnt
noch im gleichen Jahr mit der Abteufung von Prosper I.
Die Zeche liegt bis 1929 auf Essener Gebiet. Das
Industriezeitalter beginnt in Bottrop
1858
Kirchhellen wird wieder selbständige Gemeinde und dem
Landkreis Recklinghausen zugewiesen
1861/62
Abriss der alten Kreuzkirche und Neubau der St.
Cyriakuskirche im neugotischen Stil von Eduard von Manger
1863
Inbetriebnahme SchachtProsper I. An der jetzigen
Essener Straße im Stadtteil Ebel , wird die erste Kohle
gefördert
1865
Bottrop erhält seinen ersten Briefkasten an der Boyer
Schule
1868
An der Osterfelder Straße wird im Oktober das erste
Marienhospital eingeweiht
Schon im Jahr 1858 kam Pfarrer Englert von der Pfarrei St.
Cyriakus auf die Idee kam, ein Haus für die Armen und
Kranken seiner Gemeinde zu bauen. Ein bebautes Grundstück
an der Osterfelder Straße konnte der Pfarrer gerade noch
kaufen, doch dann fehlten ihm die Mittel zum Bau eines
Krankenhauses. So blieb der Wunsch 10 Jahre lang unerfüllt,
bis der Gastwirt Demond die Pfarrei in seinem Testament
mit 10.000 Talern bedachte und so die Einrichtung des
Krankenhauses möglich machte
1870
Einstieg der Firma Frau August
Dickmann GmbH in das Formsandgeschäft. Die Grube
befindet sich auf eigenem Gelände am Donnerberg in
Bottrop. Es handelt sich hauptsächlich um Grundstücke,
die zum Armeler Hof gehörten. Der Hof
ist von der Firma Frau August Dickmann GmbH erworben
worden
1872
Gründung des Unternehmens Wilhelm
Kleinefenn . In Zusammenarbeit mit der Firma Frau August
Dickmann GmbH erschloss das Unternehmen eine
Formsandgrube auf dem Gelände des Revierpark Vonderort.
Später griff die Formsandgrube auch auf angrenzende
Bereiche über. Das Gelände war im Eigentum des
Grafen Nesselrode (Burg Vondern), bzw. der Familie
Steinhaus (Haus Hove).
Beide Firmen unterhielten den Betrieb bis 1965
Das Unternehmen Kleinefenn wurden
1977 aufgelöst
1873
Die Spiekenbaum-Mühle nimmt die Arbeit auf.
Der Kölner Kurfürst Maximilian Friedrich bewilligt per
Urkunde die Errichtung eines 'Vieh- und Kräutermarktes'.
Es wird der vierte Markt in Bottrop, welches nun eine große
Rolle als Markt- und Handelsplatz spielt
Die Emschertalbahn zwischen Sterkrade und Wanne wird eröffnet.
Bottrop wurde mit dem Bahnhof Bottrop-Süd angeschossen.
Gleichzeit wurde Bottrop damit in die Reihe der "Eisenbahnpostanstalten"
eingegliedert, weil das Bahnpersonal über "Briefkartenschlüsse"
Post weiter transportierte
1874
Bottrop erhält beim Bau der 'Emschertalbahn' seinen
ersten Bahnhof: Bottrop-Süd
Erster Bahnanschluss (Köln Mindener
Emschertalbahn) für die Grube am Donnerberg
Die Familie Steinhaus wird Pächter von Haus Hove und
seit 1888 auch Eigentümer der Anlage
1875
Prosper II nimmt den Betrieb auf. Bereits seit 1871 wurde
mit dem Bau des Schachtes begonnen; 1872 wurde der
Malakowturm fertiggestellt, der 1984 unter Denkmalschutz
gestellt wurde
Erstmalig findet ein monatlicher Pferdemarkt statt, der
Handelsplatz trägt ab 1879 auch offiziell den Namen
'Pferdemarkt'
1876
Ab diesem Jahr leitet der Postverwalter Wegner das
Postamt Bottrop und beginnt mit der Einrichtung der
beiden neuen Postdienststellen in Lehmkühle (am 1.4.1883)
und Batenbrock (am 1.5.1891)
Das Postamt zog zur Hochstraße in ein Mietpostgebäude,
das aber bald auch nicht mehr den Anforderungen entsprach.
Auch ein neben der Ev. Martinskirche am Altmarkt erbautes
Mietpostamt erreichte nach einiger Zeit nicht mehr aus
1879
Die Gemeinde weiht ihr erstes Amtshaus ein. Schon 1902
muss es erweitert werden, 1909 beschließt die Gemeinde
einen Neubau.
Das Amtsgericht Bottrop wird an der Horster Straße
eingerichtet. Es untersteht dem Amtsgericht in Münster.
Bottrop-Nord ist der zweite Bottroper Bahnhof an der
Strecke Oberhausen-Osnabrück der Rheinischen Bahn
Die Eisenbahn Duisburg-Quakenbrück fertiggestellt. Damit
ist das Kapitel Postkutsche für Bottrop abgeschlossen
1883
Erbauung der Martinskirche (Stammkirche der ca. 30000
evangelischen Christen in Bottrop)
1884
Bau der Lutherschule an der Paßstrasse
Die Firma Frau August Dickmann GmbH legte
ihre Grube am Donnerberg still. Bis etwa 1892 war diese
dann nicht mehr in Betrieb
1885
Die Arenberg AG, erwirbt von den Familie Devens die
Knippenburg. Der vestische Landrat Karl Devens lebte bis
zu seinem Tode 1848 auf der Knippenburg; 1878 wurde seine
Tochter Antonia Devens Alleinerbin; im Jahre 1883 erbte
Dr. Fritz Karl Devens das Anwesen
1888
Josef Albers wird in Bottrop geboren
1889
Das erste Krankenhaus der Gemeinde wird von der
Osterfelder Straße an den Kreuzkamp verlegt; das zweite
Marienhospital. Im alten Gebäude entsteht das St.
Vinzenz-Waisenhaus, welches von Ordensschwestern geleitet
wird
1891
Osterfeld wird aus der Gemeinde Bottrop ausgegliedert und
wird ein eigener Amtsbezirk
1892
Das Amtsgericht Bottrop wird dem Landgericht Essen
unterstellt
1895
Die Alte Apotheke, eines der bekanntesten Häuser
Bottrops, wird von dem Architekten Kunhenn neben der
Cyriakus-Kirche gebaut
Erstmalig bekommen die Straßen in Bottrop Namen
1896
Das erste elektrische Licht brennt in Bottrop
1898
August Rincklake errichtet mit St. Johannes in der Boy
eine neugotische Hallenkirche. Sie ist die zweite
katholische Kirche im Stadtgebiet. Die Glocke wird
von der Kommende Welheim übernommen, deren Kapelle zu
klein geworden ist.
Das Kaiser-Wilhelm I.-Denkmal wird eingeweiht und auf dem
oberen Neumarkt (später Trappenkamp, heute ZOB)
aufgestellt. Dort verbleibt es bis 1919. Es wird im Laufe
der Jahre mehrmals den Standort wechseln.
Gründung der Westfälischen Sandgräberei
GmbH. Das Unternehmen übernahm den bestehenden Betrieb
Donnerberg
1899
An der Osterfelder Straße wird ein größeres
Hauptpostamt gebaut und eröffnet
1900-02
Die von den Architekten Kersting und Wenking entworfene
Herz-Jesu-Kirche im sog. 'Unterdorf' wird eingeweiht -
schon 1906 muß sie wegen Bergschäden geschlossen
werden, nachdem Gewölbeteile eingestürzt sind
1901
Für die Familie des Formsandgrubenbesitzer August
Dickmann errichtete der Recklinghauser Architekt Nebel
1901 - 1903 ein repräsentatives Wohnhaus
an der Bogenstraße. Das Gebäude war bis 1974 Sitz
des Unternehmens
Der Bau ist an der Straßenfront mit "Villa Gertrude"
bezeichnet, und in den Plänen zur Baugenehmigung - die
im Haus aufgehängt sind - tritt Dickmanns Frau Gertrud,
geb. Sandgathe als Bauherrin auf
1905
Bottrop erhält seinen dritten Bahnhof - Bottrop-West,
der spätere Hauptbahnhof.
Die Firma Kleine-Brockhoff GmbH
erschliesst eine neue Grube am Donnerberg
1908
Die Vietormühle wird stillgelegt, da die immer dichter
werdende Bebauung Ihr den Wind nimmt
1909
Nach vierjähriger Bauzeit wird an der Kreuzkampstraße (heutige
Gerichtsstraße) das Amtsgericht sowie das Gefängnis
neugebaut
1910
Das neue humanistische Gymnasium bekommt an der
Blumenstraße ein neues Gebäude durch den Essener
Architekten Ludwig Becker
1913
Der Heimatverein wird gegründet.
Die Liebfrauenkirche auf dem Eigen wird von dem Kölner
Dombaumeister Bernhard Hertel im gotischen Stil erbaut
Das Gelände des alten Stadtgartens war früher
im Besitz der Fürstenfamilie Arenberg, später dann der
Arenbergschen Aktiengesellschaft in Essen. Das Gelände
wird an die Stadt Bottrop, in Form einer Schenkung,
gespendet
1915
Der 'Eiserne Aar' von Bottrop, ein Kriegerdenkmal am
Pferdemarkt, wurde in einem festlichen Akt enthüllt und
anschließend 'benagelt'. Die Nägel wurden für ein
geringes Entgelt verkauft und der Erlös kam den Angehörigen
der Soldaten zu
Der Aaar stand dort bis zur Erbauung der Stadtsparkasse
1958 und befindet sich heute im Bottroper Rathaus
1914-1918
Erweiterung des Bottroper Rathauses auf die heutige Form
Das Rathaus von Bottrop, im Stil der Neorenaissance von
Ludwig Becker erbaut, wird 1916 fertiggestellt
1919
Bottrop, das 'größte Dorf Preußens', erhält mit 72.000
Einwohnern endlich die Stadtrechte durch Beschluss der
preußischen Staatsregierung in Berlin. Sie wird
kreisfreie Stadt und scheidet nach einer Übergangszeit
1921 - rückwirkend zum 1.1.1920 - aus dem Kreis
Recklinghausen aus.
Josef Franke errichtet seine zweite Kirche in Bottrop, St.
Josef, die Stilmerkmale der Romantik, des Barocks sowie
des Jugendstils in sich enthält
1921
Die von Meister Claes Haller gegossene Bronzeglocke von
St. Cyriakus wird abgenommen und vor dem Rathaus
aufgestellt, wo sie heute noch steht
Erstellung des Stadtgarten im Stil eines englischen
Landschaftsgarten. Baubeginn des alten
Stadtgarten in Bottrop war 1913/14. Durch den ersten
Weltkrieg unterbrochen erfolgte aber erst 1921 die Eröffnung.
1923
Bau von Finanzsamt (1922-23), Lyzeum (1923), , Feuerwache
(1923)
Die Stadt wird von französisch-belgischen Truppen
besetzt; die Spiekenbaum-Mühle wird von französischen
Truppen demontiert
Das städtische Mädchen-Oberlyzeum bezieht sein neues
Schulgebäude gegenüber dem Rathaus
1924
Eröffnung der Post (1921-23) am 9 Dezember, Bau des
Jahnstadion,
1925
Eröffnung Polizeiamt (1923-25), Bau und Eröffnung
Bahnhof Bottrop-Boy
1926
Heide- und Moorlandschaft Kletterpoths(Kircheller Heide)
wird zum Naturschutzgebiet erklärt
Das Bottroper Stadtwappen, ein Bergmannshammer (Fäustel)
in geschwungener Faust auf rotem Hintergrund, eingerahmt
vom Krückenkreuz des Deutschritterorderns, wird von Prof.
Otto Hupp unter Einbeziehung zweier früherer Entwürfe (1924
von Lange, 1925 von Theo Pape) geschaffen
1927
Die Herz-Jesu-Kirche wird endgültig abgerissen und durch
Josef Franke in ihrer heutigen Form neu erbaut.
Die größte Zentralkokerei Europas entsteht in Bottrop
an Prosper II., da sich die hier abgebaute Kohle gut zur
Herstellung von Koks eignet
Das Jungen-Gymnasium an der Blumenstraße wird umgebaut
1928
August Everding wird in Bottrop geboren.
Die evangelische Paul-Gerhard-Kirche wird eingeweiht
1929
Die Berufsschule wird fertiggestellt
Baubeginn des dritten Marienhospital am Randebrock
gelegen. Die Entwürfe für den Bau des Marienhospitals,
kamen vom Architekten Nellissen aus Münster
Im Zuge der ersten kommunalen Neugliederung erhält
Bottrop die Stadtteile Ebel und Vonderort (Haus Hove),
sowie einen kleinen Teil von Karnap eingemeindet. Die Südgrenze
der Stadt wird von der Emscher an den Rhein-Herne-Kanal
verschoben
1930
altes Arbeitsamt wird fertiggestellt
1931
Das Marienhospital bezieht am Randebrock seinen dritten
Bau, in dem es bis heute zu finden ist.
Das Knappschafts-Krankenhaus wird nach sieben Jahren
Planung und Bau, die durch die Wirtschaftskrise verzögert
wurden, an der Osterfelder Strasse eröffnet
1932
Im Köllnischen Wald wird die Jugendherberge
Bischofssondern eröffnet
1933
Josef Albers emigriert in die USA
Der Bahnhof Bottrop-West wird in Hauptbahnhof Bottrop
umbenannt
Das neue Marienhospital wird am 18. Mai 1933 eingeweiht
Am Kreuzkamp entsteht das erste Heimatmuseum
1935
Die Festwiese, der Teil in dem der genaue
geographische Punkt liegt, wird der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht
1942
Eine Luftmine trifft am 11.4. einen Flügel des
Marienhospitals und richtet schwere Zerstörungen an. Der
zerstörte Gebäudeflügel konnte erst 1952 wieder
aufgebaut werden.
Nach dem Wiederaufbau kamen allmählich die Erweiterungen
der Gebäude und des medizinischen Angebots. 1956
Wohnhaus für Angestellte, 1961 Schwesternwohnheim, 1968
Cafeteria, 1973 Kinderklinik
1944
Luftangriffe richten in Bottrop schwere Zerstörungen an.
Besonders oft ist das Werk Ruhröl in Welheim/Boy das
Ziel. Cirka 70% der Wohngebäude in der Boy werden zerstört.
Auch gegen die Zeche Prosper werden Angriffe geflogen
1945
am 30.3 Einmarsch der Amerikaner in Bottrop
1951
Bau der Gnadenkirche im Eigen
1953
Bottrop überschreitet die Grenze von 100.000 Einwohnern
und wird die 49. Großstadt Deutschlands
1954
Die letzten Reste der im Krieg zerstörten Kommende
Welheim werden abgerissen
1955
1955 bis 1957 wird die Heilig-Kreuz Kirche nach dem
Entwurf des bekannten Architekten Prof. Rudolf Schwarz
aus Köln erbaut. Prof. Georg Meistermann gestaltete das
Fenster, das eine Spirale zeigt
1956
Mit dem Verwaltungsgebäude der Rheinstahl AG wird eines
der markantesten Nachkriegsgebäude am Gleiwitzer Platz
fertiggestellt
Bottrop wird dem neu geschaffenem Bistum Essen zugeordnet.
Kirchhellen bleibt weiterhin bis heute im Bistum Münster
1958
Die Mercartor-Karte wird im Archiv des Herzogs von
Arenberg wiederentdeckt, nachdem sie als verschollen galt.
Seitdem befindet sie sich als Dauerleihgabe im Besitz der
Stadt Bottrop
Das Gebäude der Stadtsparkasse am Pferdemarkt wird
fertiggestellt, das beliebte Gasthaus Schäfer muss dafür
weichen
Das Hallenbad am Berliner Platz wird eingeweiht
1959
Auf dem ehemaligen Feldflugplatz 'Schwarze Heide' in der
Kirchheller Heide starten die ersten Segelflieger.
Der Trappenkamp wird in Berliner Platz umbenannt
1960
Die Osterfelder Straße wird vierspurig ausgebaut - Mitte
der 60er Jahre hatte sie eine Breite von 23 m. Dem Ausbau
zwischen Altmarkt und Friedrich-Ebert-Straße sowie der
Anbindung zum Berliner Platz fiellen zuerst das Haus
Schmuck und das Haus der Fa. Unterberg zum Opfer.
Die Firma Böhmer beginnt den Neubau ihres Geschäftes am
Altmarkt
1961
In der ehemaligen Oberbürgermeistervilla im Stadtgarten
wird aus den Restbeständen und aus der privaten Sammlung
von Arno Heinrich das Heimatmuseum wiedereröffnet
Im Ortsteil Boy wird an der Horster Straße ein
Marktplatz gebaut, um den sich das Geschäftszentrum
bildet
1962
Bau der Kirche St. Franziskus
Die Rheinstahl Bergbau AG, Nachfolgerin der Arenberg AG,
läßt am 31. Oktober die vom Krieg stark zerstörte
Knippenburg sprengen. Heute befindet sich dort ein
Gewerbegebiet, genau steht an dem Ort der Knippenburg
eine Lagerhalle der Firma Deichmann. Es existiert aber
auch eine Gedenktafel.
1964
Der sogenannte Hansablock, vier Häuser mit vier bzw. fünf
Stockwerken an der Osterfelder Straße, wird
fertiggestellt.
Die Hansastraße und die Straße 'Am Pferdemarkt' werden
zur Fußgängerzone
1966
Nach umfangreicher Renovierung der St. Cyriakuskirche erhält
die Kirche ihr jetziges Erscheinungsbild
Der Kaufmann Karl Kuchenbäcker erwirbt das in ruinösen
Zustand befindliche spätbarocke Schloss Beck und
restauriert es
1969
Das staatliche Gymnasium zieht in den Neubau an der
Horster Straße auf der ehemaligen Max-Schwarze-Kampfbahn.
Im Herbst wird es in Vestisches staatliches Gymnasium
umbenannt
1970
Josef Albers erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt
Bottrop.
Die alte St.Johannes-Kirche in der Boy wird wegen Bergschäden
abgerissen und 1973 durch einen modernen Neubau ersetzt.
1974
An der Grenze zu Oberhausen eröffnet der Revierpark
Vonderort seine Pforten; er beinhaltet ein Freibad, in Bürgerhaus,
ein Restaurant und andere Erholungsanlagen
1976
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung schließen sich
Bottrop und Kirchhellen zusammen
Josef Albers stirbt in Orange / USA. Kurz vorher wird mit
seiner Einwilligung das städtische Mädchengymnasium in
Josef-Albers-Gymnasium umbenannt
Im Stadtgarten entsteht das Weiterbildungszentrum Quadrat
mit drei Gebäuden für: Ur- und Ortsgeschichte,
Medienzentrum und Räumlichkeiten für die moderne
Galerie. Mit dem Bau des Museumszentrums wurde das
bestehende Heimatmuseum um eine Eiszeithalle erweitert,
die die mehr als 7.000 Funde aufnehmen konnte
Das Bottroper Quadrat schloß sich mit dem Bau im Jahre
1983 durch den Architekten Bernhard Küppers des vierten
Gebäudes, das dem Künstler und seinen Werken, Josef
Albers, gewidmet wurde
1978
Die Wappen von Kirchhellen und Bottrop werden zum neuen
Bottroper Stadtwappen kombiniert. Während der äußere
Teil, das Krückenkreuz, vom alten Bottroper Wappen übernommen
wurde, stammen die drei Wolfsangeln aus dem alten
Kirchheller Wappen
Das Trapez, Ergebnis der Umgestaltung der Gladbecker Straße,
wird fertiggestellt
1979
Die Historische Gesellschaft wird gegründet
1980
Auf einer stillgelegten Zechenhalde in Duisburg-Obermeiderich
wird der Marmorsockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals von
1898 wiedergefunden. Das Bronzedenkmal selber ist
vermutlich im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden
In den USA erscheint eine Briefmarke zum Gedenken an
Josef Albers mit der Abbildung eines seiner Gemälde
1981
Anni Albers, Witwe von Josef Albers und die Josef Albers
Foundation New Haven übereignen der Stadt 90 Ölbilder
und das nahezu vollständige graphische Werk von Josef
Albers, der bereits 1973 der Stadt einige seiner Werke
geschenkt hatte
Der vom Bottroper Stadtarchitekten Bernhard Küppers
entworfene Saalbau am Rathaus wird eröffnet
Das Hansa-Zentrum, ein Einkaufszentrum im Herzen der
Innenstadt, wird eröffnet und gibt ihr ein völlig neues
Gesicht
1983
Das Josef-Albers-Museum von Bernhard Küppers entworfen,
ergänzt nun - nicht nur optisch - das Quadrat und
beherbergt ausschließlich seine Werke. Der damalige US-Vizepräsident
George Bush eröffnet es
1984
Malakowturm wird unter Denkmalschutz gestellt
1986
Erstellung des Granitbrunnen auf dem Ernst-Wilczock-Platz
vor dem Rathaus
Die Formsand-Grube am Donnerberg wird
stillgelegt
1988
Ernst Wilczok, Oberbürgermeister der Stadt seit 1949 (mit
einer Unterbrechung von nur drei Jahren), stirbt. Der Rat
der Stadt beschließt einstimmig, den Rathausplatz in
Ernst-Wilczok-Platz umzubenennen
1989
August Everding erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt
Bottrop
1991
Das ehemalige Gebäude des Heinrich-Heine-Gymnasiums an
der Blumenstraße wird zu einem Kulturzentrum umgebaut
1992
Aufstellung des Haldenkreuzes auf der Halde Prosper-Haniel
1993
Das Gelände der 1988 stillgelegten Zeche Prosper III
wird als IBA-Projekt saniert. Bis 1997 entsteht ein hier
ein völlig neuer Stadtteil mit Gewerbegebiet, Gründerzentrum
und der Gartenstadt Beckheide
1994/95
Weithin sichtbar steht in Bottrop auf der
90 m hohen Halde Beckstraße eine riesige Konstruktion:
das "Haldenereignis Emscherblick"
Wolfgang Christ als Architekt und Jürgen LIT Fischer mit
einer Lichtinstallation haben den Tetraeder (Kantenlänge
60m) aus Stahl und Licht gestaltet. Dies geschah im Zuge
mehrerer Projekte der IBA Emscher Park im nördlichen
Ruhrgebiet, die auch : "Die Route der
Landmarkenkunst" genannt wird
1996
Nach Traumlandpark und Bavaria-Film-Park entsteht die
Warner Brothers Movie World an gleicher Stelle in
Kirchhellen
Am südwestlichen Stadtrand enstand eine ungewöhnliche
Parkanlage - der Gesundheitspark Quellenbusch. Kein
klssischer Kurort, sondern ein Zentrum, das für den
Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen steht.
Die Gesamtanlage sezt sich zusammen aus dem
Gesundheitshaus mit angegliederten themenbezogenen
Freianlagen, einem waldgeprägten Bereich für Bewegung,
Kneippanwendungen und Meditationen sowie einem, nach
geomantischen Grundregeln strukturierten, offenen Park.
1999
August Everding stirbt. Das Kulturzentrum in seinem
ehemaligen Gymnasium wird in Kulturzentrum August
Everding umbenannt.
1999-2002
Nach dem Prosper III-Gelände wird mit dem Hüls-Gelände
im Ortsteil Boy das zweite ehemalige Industriegelände
einer neuen Nutzung zugeführt. Neben einem
Industriegebiet wird in mehreren Bauabschnitten auch ein
Neubaugebiet geschaffen
2000
Marc Giradelli, ehemaliger Ski-Weltcupsieger erbaut auf
der Halde Beckstraße mit dem ACT Alpincenter Europas größte
Indoor-Skihalle
Umgestaltung des Cyriakus-Platzes
2001
Die Osterfelder Straße, die die Innenstadt
durchschneidet, wird rückgebaut. Im Zuge dieser Maßnahme
sollen der Pferdemarkt und der Altmarkt wieder als echte
Plätze angelegt werden
Der Förderverein Torhaus Haus Hove wird gegründet |