GIZEH - GEODÄTISCHE ERKENNTNISSE

3 - RICHTUNGEN ZUM MAGNETFELD


3.1 Das Gesamtfeld der Erde

 Das magnetische Gesamtfeld der Erde   Hier eine Abbildung des Gesamtfeldes, wie es z. B. in Hans Berckheimers 1990 erschienenem Buch "Grundlagen der Geophysik" auf Seite 144 zu finden ist. Siehe dazu auch: Gesamtfeld der Erde

Eine Tabelle der Werte lässt sich hier finden:
TABELLE DES ERDFELDES

Auffallend sind hier die vier Extremwerte des Feldes (und nicht nur zwei wie beim Stabmagneten- bzw. Dipolmodell), wobei drei Maxima und ein Minima vorliegen. Hinzu kommt noch ein Sattelpunkt (etwa Indonesien).

Abbildung 3.1 - Das magnetische Gesamtfeld der Erde    

 

Die Koordinaten für die Extremwertbereiche

Name

Breite

Länge
Nord-Maximum 56,344-56,8875 Grad Nord 96,04-96,125Grad West
Süd-Maximum 61,975-63,75Grad Süd 144-144,95 Grad Ost
Grosse Anomalie 59,5375-60 Grad Nord 106,5-107,125 Grad Ost
Minimum 26,05-26,25 Grad Süd 50,8145-50,8375 Grad West
Sattelpunkt 6,5-7 Grad Nord 99-99,3125 Grad Ost
 
Tabelle 3.1

 

3.2 Bestimmung der Richtungen von Gizeh aus

Mit Hilfe der sphärischen Trigonometrie lassen sich die Winkel zu den magnetischen Extremwerten, von Gizeh aus gesehen, berechnen.
 
Koordinaten Cheopspyramide                      
Phi 29,98083333 Nord geographische Breite 29 58 ' 51 "  
Lambda 31,15 Ost geographische Länge 31 9 ' 0 "  
                       
                       
                       
Winkel von Cheops aus gesehen                      
                       
Nordmaximum                      
                       
Winkel -26,42551033 NW von Gizeh aus gesehen -26 25 ' 31 "  
                       
Südmaximum                      
                       
Winkel 149,4676013 NW von Gizeh aus gesehen 149 28 ' 3 "  
                       
Minimum                      
                       
Winkel -116,6539037 NO von Gizeh aus gesehen -116 39 ' 14 "  
                       
Anomalie                      
                       
Winkel 35,15276636 NO von Gizeh aus gesehen 35 9 ' 9 "  

 

 

3.3 Ausrichtung zur Anomalie

Die mittlere Ausrichtung der drei Pyramiden wird durch drei Parallelen dargestellt. Auf je einer Geraden liegt dann eine Pyramidenspitze. Die Parallelen haben gleichen Abstand voneinander.
     
  Die Richtung kann nach folgender Gleichung ermittelt werden:

x1 und y1 sind die Abstände Cheops zu Chefren
x2 und y2 sind die Abstände Chefren zu Mykerinos

Abbildung 3.2 - Die mittlere Ausrichtung der Gizeh-Pyramiden    
     
  Die mittlere Ausrichtung kann auch so erzeugt werden:

Man halbiert die Strecke Cheops-Chefren. Der Halbierungspunkt wird mit der Mykerinos-Pyramide verbunden und man erhält die Ausrichtung zur magnetischen Anomalie.

Abbildung 3.3 - Ableitung der mittleren Ausrichtung    

 

3.4 Ausrichtung zum Nordmaximum und zum Minimum

Auf der Strecke Cheops-Chefren wird ein Quadrat konstruiert. Die Seiten des Quadrates werden nach dem goldenen Schnitt geteilt. Verbinden der Teilungspunkte mit den gegeüberliegenden Quadratecken liefert ein weiteres kleineres Quadrat. Dieses Quadrat ist zum Nordmaximum und zum Minimum hin orientiert.
     
  Besonders auffallend ist, das Campbells Grab genau auf der Ecke des inneren Quadrates liegt.

Auch hier lässt sich eine Konstruktion angeben, die lediglich auf der inneren Geometrie der Anlage beruht:
Man verbindet die Chefren-Pyramide mit der mittleren der drei Königinnen -Pyramiden (GI-b) und erhält die Richtung zum magnetischen Minimum. Die Senkrechte dazu durch die Cheops-Pyramide ergibt die Richtung zum Nordmaximum

Abbildung 3.4 - Cheops-Chefren-Quadrat und goldener Schnitt    

 

3.5 Ausrichtung zum Südmaximum

  Die Richtung zum Südmaximum wird durch einen Schenkel der Quadraturkonstruktion 2 gebildet.
Abbildung 3.5 - Die Quadratur und das Magnetfeld    
 
 
 
  Bemerkung:
Die Abstände der Pyramiden voneinander setzen topographische Koordinaten (grün) voraus. Daher können hier die Abstände von Flinders-Petrie NICHT benutzt werden, da diese
magnetisch (rot) orientiert sind.

Das bedeutet aber auch, das man alle Publikationen die versuchen das sogenannte royal cubit bzw das Pyramidenzoll aus den (Flinders-Petrie)Abständen der Pyramiden abzuleiten, getrost in den Papierkorb werfen kann.

 

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